Das Saaldach ist dicht!

Wie die Flanke eines Berges schließt eine aufwändige Dachkonstruktion die Decke des Großen Konzertsaals. Schade nur, sie wird nie zu sehen sein. Pünktlich zum Herbstanfang ist das Dach vollständig geschlossen; fünfzehn Meter hoch und mit einer Weite von 50 Metern überspannt es wie ein Hut die Spitze des Saales zwischen Wohn- und Hotelbereich.
Mehr als 100 Fertigbetonplatten - jede wegen der asymetrischen Form der Spitze individuell zugeschnitten und bis zu zwölf Meter lang - wurden im Verbundsystem rund um die »Hutkrempe« montiert. Bis zur endgültigen Schließung des Saaldaches wurden noch Stahlseile in die statisch anspruchsvolle Stahlkonstruktion eingefügt und anschließend die Fugen mit Beton aufgefüllt. 2000 Tonnen beträgt das Eigengewicht der Stahl-Beton-Konstruktion.
Zu sehen sein wird die Spitze später allerdings nicht mehr. Denn die Gebäudehülle wird den Hut verbergen und dazwischen die aufwendige Lüftungs-, Klima- und Elektrotechnik untergebracht sein - noch einmal mehrere tausend Tonnen schwer. Die Konzertbesucher aber werden beim Blick von unten an die Saaldecke ein gewaltiges, organisches Gewölbe ohne Stützen bewundern können.
Das Innere des Saals füllt derzeit ein stählernes Raumgerüst aus. Von den sich ineinander steil nach oben windenden Zuschauerrängen ist im Moment noch wenig zu sehen. 14 Meter über der künftigen Konzertbühne ist eine über Leitern zu erreichende Arbeitsplattform eingezogen. Von hier aus wird die Saalspitze von innen betoniert. 60 Stahlfederpakete wurden unterhalb der Saalspitze installiert und bilden die einzige Verbindung zwischen Dachkonstruktion und Saal. Ihre Aufgabe: den Saal akustisch vom Gebäude zu entkoppeln. Insgesamt wurden rund um den Saal 362 Stahlfedern an speziellen Auflagepunkten angebracht und verhindern, dass störende Geräusche in den Saal dringen.

Die Konzertbesucher aber werden beim Blick von unten an die Saaldecke ein gewaltiges, organisches Gewölbe ohne Stützen bewundern können.



Alle Fotos: © ReGe Hamburg







